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     Interview mit Don Charon (von Michael H. Deutsch)

Michael: So, mein lieber Don, jetzt habe ich Deine Site soweit eingerichtet...
             jetzt wollen  die Leute aber auch wissen, mit wem sie es zu tun
             haben! Also wirst Du mir jetzt ein paar Fragen beantworten!

Don     : Muß das sein? Hmmm.... ich sehe es an Deinem Gesichtsausdruck
             - es muß. Also gut.

Michael: Einige behaupten ja, Du wärst mein Bruder. Andere meinen, wir
             wären die gleiche Person. Was hast Du dazu zu sagen?

Don     : Du meinst also, ich wäre schizophren? Nein. Die Frage lässt
             sich einfach beantworten. Wir sind Beide Ausprägungen einer
             Idee. Du bist der, der sich ums Geschäft kümmert, ich bin
             der Schamane. Eine prima Ergänzung, nicht wahr?

Michael: Mit anderen Worten - ich habe die Arbeit, und Du den Spaß.
             Naja... von mir aus.
             Aber erzähl mal was zu Deiner Person und Deinem Werdegang!

Don     : Tja, geboren bin ich als Krebs/Specht mit Aszendent Zwillinge
             im Hundejahr 1958. Da ich mit einem schweren Herzfehler
             geboren wurde, habe ich mich schon sehr früh mit
             Spiritualität, mit dem Tod und mit alternativer Medizin
             beschäftigt, doch den Kontakt zum Schamanismus bekam
             ich erst Ende der 70ger Jahre, als ich Sun Bear während
             einer Seminarveranstaltung in der Schweiz traf.
             Er lud mich zu seinem Bear-Tribe in die USA ein, und ich bin
             hin. Er hatte damals eine Vision, daß sich Menschen aus
             allen Völkern und Rassen zusammenfinden in einem
             gemeinsamen Stamm, um eine harmonische Beziehung
             zur Mutter Erde zu pflegen. Von ihm und von seiner
             Partnerin Wabun lernte ich sehr viel. Ein Praktikum
             am DNUH - Diné Nation University Hospital - führte
             mich zu Dr. Allen Begay, der nicht nur Mediziner,
             sondern auch praktischer Schamane war.  
             Später habe ich noch viele Reisen unternommen, wobei
             ich als besonders wichtig für meine schamanischen Arbeiten
             Cote D'Ivoire, Hawaii, Bali, Thailand und Malaysia hervorheben
             möchte.

Michael: Gut... das ist Dein schamanischer Werdegang. Aber was
             ist denn so Dein Alltagsjob?

Don:      *lach*  Gibt es da einen Unterschied? Nein, Du hast natürlich
             Recht, ich habe Industriekaufmann gelernt und habe auch
             ein paar Jahre in dem Job gearbeitet, doch das wurde mir
             zu langweilig, so daß ich mich zum "kaufmännischen
             Programmierer" weiterbildete und anschliessend in die
             IT-Branche wechselte. So zum Ausgleich machte
             ich in Abendform noch eine Heilpraktikerausbildung und
             eine psychotherapeutische Ausbildung mit.
             Allerdings kam ja 2002 in der IT-Branche der große
             Niedergang. Das hatte zur Folge, daß vor allem das
             Menschliche auf der Strecke blieb. Immer höhere
             Anforderungen, immer weniger Freizeit, starkes
             Mobbing etc. waren die Folgen. Als sich im Sommer 2005
             bei meinem damaligen Arbeitgeber abzeichnete, daß er
             Abfindungen für Mitarbeiter zahlen will, die freiwillig gehen,
             habe ich mich ohne großes Nachdenken sofort auf die Liste
             setzen lassen. Es war nicht mehr mein Weg, kein Weg mit Herz.
             Und seitdem mache ich schamanische Beratung in Vollzeit.

Michael: Kann man  denn davon leben?

Don:    :  Nein. Es ist gerade mal kostendeckend, manchmal nicht einmal das. Leben tue ich von meinen Ersparnissen.
              Ich hoffe, daß ich das noch eine Zeitlang durchhalte...  
             
Michael: na, dann drücke ich mal die Daumen. Und was hast Du sonst
             noch so an Zukunftsprojekten in der Tasche?

Don     : Ein alter Wunsch von mir wäre es, eine schamanische Stätte
             der Begegnung zu schaffen. So ne Art Bistro, in dem sich
            Interessierte treffen und austauschen, gemeinsam trommeln
            und schamanisieren und am Lagerfeuer sitzen.
            Mit dem "Projekt Waldhaus" will ich das 2012 etwas aktiver  vorantreiben,
            ich suche nach einem schönem und erschwinglichen Objekt im Warndt.
            
Michael: Gibts noch andere Projekte?

Don     : 2012 will ich die CDs mit den 7 Huna-Reisen produzieren und wenn ich Zeit und Muse hab
             ein neues Buch veröffentlichen.

Michael: Erzähle uns mal noch was über Deine Vorlieben und über
             Dinge, die Du überhaupt nicht magst.

Don      : Ich mag sehr gerne gutes Essen, Favoriten sind die thailändische,
              die mexikanische und die italienische Küche.
              Aber auch bei Kuchen sage ich selten Nein.
              Ich mag Sonne, Meer, Strand. Ich lese sehr gerne. Ich liebe
              ausgedehnte Frühstücke. Ich mag es auch, wenn ich ganz alleine
              bin. Und ich mag es, weit entfernte Gegenden zu besuchen und
              die dortige Kultur auf mich einwirken zu lassen. Und zu lernen.
              Überhaupt nicht mag ich den deutschen Bürokratismus,
              Engstirnigkeit, Intoleranz, Inkompetenz, Dummheit gepaart mit
              Besserwissertum, Fußball, Volksmusik und Einschränkungen
              meiner persönlichen Freiheit.

Michael: Und wie sieht es aus mit einer Partnerin oder Ehefrau?
             
Don     : Sagen wir mal so: Ich bin in festen Händen. ;-)

Michael: Wenn Du einen Wunsch frei hättest, was würdest Du Dir wünschen?
             Es muß aber etwas für Dich persönlich sein!

Don     :  Ich würde mir eine Zeitmachine wünsche. Es wäre doch, toll, wenn
              man mal in all die vergangenen Epochen reisen könnte, um zu
              beobachten, wie die Dinge wirklich waren.  Und dann auch in
              Zukunft, um zu sehen, wie sie sein werden.

Michael: So, das war's mal... ich hoffe ich habe alles Interessante erfragt.
             Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg!






 

doncharon@aol.com
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